Forschung in Augmented Reality

Pressemitteilung vom 28.04.2008

Seit 2002 forscht iart im Bereich Augmented Reality (AR). Im Rahmen der Forschungsprojekte living-room1 (2003-2004), living-room2 (2005-2007) und lifeClipper2 (2006-2008) hat iart zusammen mit den Forschungspartnern das System technisch weiterentwickelt und inhaltlich-gestalterische Szenarien für verschiedene Anwendungsbereiche ausprobiert.
Am Montag, 28. April ab 20 Uhr wird bei iart über Forschungstätigkeiten im Bereich Augmented Reality informiert, die in Projekten gemeinsam mit der Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGK) der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), der Uni Basel und freien Künstlern stattfinden. Martin Wiedmer (Leiter des Instituts für Design- und Kunstforschung IDK der HGK FHNW, www.idk.ch), Jan Torpus (Künstler und Mitglied des Forschungsteams für Mixed Realities am IDK) und Valentin Spiess stellen lifeClipper2 sowie neue Ideen und Visionen zur Augmented Reality vor und diskutieren diese beim Apéro gerne mit den Gästen.

Forschungstätigkeit im Bereich Augmented Reality

Seit 2002 forscht iart als Hauptwirtschaftspartner in verschiedenen Projekten im Bereich Augmented Reality (AR). Im Rahmen der Forschungsprojekte living-room1 (2003-2004), living-room2 (2005-2007) und lifeClipper2 (2006-2008) – allesamt unter der künstlerischen Leitung von Jan Torpus – hat iart zusammen mit den Forschungspartnern das System technisch weiterentwickelt und inhaltlich-gestalterische Szenarien für verschiedene Anwendungsbereiche ausprobiert. Es wurde frei mit den Möglichkeiten von Locativen Medien künstlerisch experimentiert. Im Forschungsprojekt lifeClipper2 werden derzeit drei Szenarien entwickelt: eine archäologische Rekonstruktion einer Keltensiedlung, eine Architekturvisualisierung der baulichen Vorhaben im Novartis-Campus und das frei experimentelle künstlerische Szenario ‘Playground’, das im Rahmenprogramm des Basler Medienfestivals Shift im Herbst 2008 laufen wird.

Das AR-System

Das verwendete AR-System besteht aus einem im Rucksack tragbaren Computersystem, das je nach Standort der Nutzer Informationen auf ein Head Mounted Display einspielt. Bilder und Geräusche werden während des Tragens bzw. des Bewegens aufgenommen, in Echtzeit verändert und mit räumlich positionierten audiovisuellen Elementen virtuell erweitert. Die Koordinaten der virtuellen 3-D-Welt werden, ausgehend von der Position und Blickrichtung des Trägers, mit denen der realen Welt korreliert. So wird die reale Welt mit virtuellen Bildern und Klängen erweitert und neu erfahrbar, und Dinge lassen sich sehe, die längst verschwunden sind oder gar noch nicht existieren.

Forschungsziele

Ausgehend von den Erfahrungen und den technischen Errungenschaften von living-room und lifeClipper werden wir in nächster Zukunft die Forschungstätigkeit erweitern: Zusammen mit dem Institut für Design- und Kunstforschung IDK der Hochschule für Gestaltung und Kunst HGK (der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW) wollen wir ein Labor etablieren, in dem wir gemeinsam im Bereich Augmented Reality forschen können. Zudem werden wir Künstlern die Gelegenheit bieten, frei mit dem System zu experimentieren. Das erste Kunstprojekt ist bereits in Planung. In der Folge beabsichtigen wir, ein solides, leicht tragbares und einfach bedienbares System auf den Markt zu bringen, das zur virtuellen Rekonstruktion, Kontextualisierung und Erweiterung von realen Gegenständen, Orten und Personen in sehr verschiedenen Bereichen flexibel genutzt werden kann, etwa als Informationsträger für Ausstellungs- oder Tourismuszwecke oder als Werkzeug und Medium einer neuen Kunst des Augmented Space.

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