iart Pressemitteilung ‘Universe of Particles’ vom 24.6.2010
Die Ausstellung ‘Universe of Particles’ – Neue Leuchtkraft und Bewegung im ‘Globe of Science and Innovation’, CERN
Am 1. Juli ist es so weit: der Beschleuniger des CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) tritt zutage, Teilchen werden sichtbar, der Urknall begreifbar, jedenfalls im Virtuellen. Zur Vermittlung ihrer komplexen und oftmals unfassbaren Themen hat das Forschungszentrum CERN eine Ausstellung der besonderen Art in ihrem ‘Globe of Science and Innovation’ einrichten lassen: das dunkle, scheinbar grenzenlose ‘Universe of Particles’ mit seinen blau leuchtenden Kugeln, die sich beim näheren Hinsehen als Vitrinen, interaktive Stationen oder Sitzgelegenheiten entpuppen. Für die Realisierung des kleinen Universums sind die Szenographen ATELIER BRÜCKNER zusammen mit den Medienfirmen iart interactive und tegoro solutions verantwortlich.
Die Ausstellung ‘Universe of Particles’ breitet sich auf 450 Quadratmetern eines 27 Meter hohen kuppelförmigen Pavillons aus, der seit 2004 in Genf steht und bereits auf der Schweizer Expo 02 zur Anwendung kam – damals von Thomas Büchi und Hervé Dessimoz als ‘Palais de L’Equlibre’ gestaltet und aus dem Holz von Peter Zumthors Schweizer Pavillon der Expo 2000 in Hannover zusammengesetzt. Heute werden darin komplexe wissenschaftliche Theorien, Experimente und Hilfsmittel inszenatorisch und interaktiv für verschiedene Besuchergruppen begreifbar gemacht. In Anlehnung an die geläufige bildliche Darstellung von Atomen sind alle Gegenstände im Raum rund bzw. kugelförmig gestaltet: die Vitrinen, die Sitzgelegenheiten mit Audioinformationen, die interaktiven Stationen, die Verhüllungen der Projektoren und das zentral platzierte Podest, das als Projektionsfläche dient.
Object Spheres – Die Vitrinen
In den kugelförmigen Vitrinen sind wichtige Objekte aus der Forschung des CERN ausgestellt: Teile von Detektoren, der erste World-Wide-Web-Server, der erste Teilchenbeschleuniger.
Ball Chairs – Audiosessel
Fünf weisse Halbkugeln mit schwarzem Innern bieten die Möglichkeit, sich zurückzuziehen, sich bequem niederzulassen und in Ruhe Physikern vom CERN zu lauschen, die in ihrer jeweiligen Muttersprache über Ihre Experimente und Spezialgebiete erzählen. Über in der Innenwand eingelassene Knöpfe stehen die Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch und Italienisch zur Auswahl.
Interactive Spheres – Interaktive Sphären
Drei unterschiedliche Arten von interaktiven Sphären ermöglichen eine einfache und spielerische Annäherung an die Inhalte. Durch die Interaktion lassen sich zwei- und dreidimensionale Bildwelten dynamisch skalieren: von der Erdkugel im Kleinformat bis hin zu mit Hilfe von Renderings aufskalierten Nanowelten.
An einem runden Medientisch kann der 100 Meter unter der Erde verborgene Teilchenbeschleuniger LHC (Large Hadron Collider) und seine Funktion erforscht werden. Mehrere Besucher können gleichzeitig verschiedene Themenfelder öffnen oder anschieben, sodass sie über die Tischfläche gleitend andere Akteure erreichen.
Der interaktive Globus ‘Interactive Sphere’ – in einer Vorstufe bereits von iart interactive für das Paul Scherrer Institut entwickelt – lässt intuitiv auf global relevante Fakten zugreifen, etwa weltweite Kooperationen oder die Geschichte des CERN von 1949 bis 2010. Die Themen werden über kleine Touchflächen am Rand des Kugelgefässes ausgewählt. Die Kugeloberfläche verändert sich entsprechend der Rollbewegung der Kugel, sodass eine komplett gestaltete Erdkugel suggeriert wird, von der die obere Hälfte aus dem Gefäss herausschaut. In Wirklichkeit ist die Oberfläche monochrom weiss gehalten und die Bilder entstehen mithilfe einer Projektion von oben. Dank der eingebauten Sensorik erscheinen an bestimmten Punkten, die sich durch Rollen der Kugel ansteuern lassen, Textfelder oder Bilder zur inhaltlichen Vertiefung.
Komplett neu entwickelt wurde das kugelförmige Interface ‘Interactive Ball’ für zwei- oder dreidimensionale Bildwelten und Text, die sich entsprechend der Navigation des Nutzers scheinbar räumlich in der Kugel anordnen. Ein von innen her auf die transluzente Kugel projiziertes Feld schafft die Illusion eines ovalen Fensters mit Blick in die Kugel hinein: Eine Stadt breitet sich in die Tiefe aus, das Universum öffnet sich, Himmelskörper kommen auf einen zu. Zum Teil erscheinen dazu erklärende Texte in der gewählten Sprache. Die Navigation erfolgt über deutlich erkennbare Interaktionselemente, die im projizierten Bild erscheinen und auf leichte Berührung reagieren. So lassen sich die Inhalte spielerisch erforschen und neues Wissen intuitiv erschliessen.
The Main Show – Eine getaktete Multimediashow zum Urknall
Mittels einer raumfüllenden Film-Klang-Lichtchoreografie avanciert sogar der Ausstellungsraum selbst zum Exponat und Medium. In einem getakteten Rhythmus fahren die interaktiven Stationen herunter, Klang füllt den Raum, Wand- und Bodenflächen geraten mithilfe von projizierten Bildern in pulsierende Bewegung. So soll den Besuchern der Urknall als Phänomen emotional näher gebracht werden.
Content-Management-System zur bequemen Inhaltspflege
Dank des eigens entwickelten Content-Management-Systems lassen sich die Inhalte leicht pflegen und erweitern. Das richtige Format erhalten sie automatisch. Das zentrale Podest bietet sogar die Möglichkeit, in Echtzeit reale Teilchenkollisionen in Bilder umzuwandeln und effektvoll zu präsentieren.
Für weitere Informationen oder Bilder melden Sie sich bitte bei Anna Pfeiffer



