Sonderausstellung ‘Gerücht’ im Museum für Kommunikation
In der neuen Sonderausstellung im Museum für Kommunikation in Bern geht es um Gerüchte in allen Formen und Lebenslagen, die über unterschiedliche Kanäle und Medien verbreitet werden. Zum Teil werden die Gerüchte durch die Besucherinnen und Besucher selber in die Welt gesetzt. iart hat zwei Installationen beigetragen: einen ‘Flüsterwald’, aus dem 74 thematisch zugeordnete Gerüchte im Flüsterton nach aussen dringen, eine rätselhafte Stimmung erzeugen und die Besucher an sich locken, zudem eine Pepper’s-Ghost-Installation mit einem kleinen ‘Gerüchteagenten’, der in seiner ‘Puppenstuben-Agentur’ an einem realen Miniaturtisch sitzt und auf sich aufmerksam macht. Er spricht die Besucher direkt an, ruft sie zu sich, verwickelt sie in Gespräche und versucht ihnen Gerüchte zu entlocken.
Ermöglicht wird der direkte Austausch von einem Schauspieler, der sich real in einer versteckten Blackbox befindet. Er sitzt an einem schwarzen Tisch, vor einer HD Videokamera, deren Aufnahmen in Echtzeit im ausgestellten Miniaturraum übertragen werden. Vor sich auf drei Bildschirmen sieht er sich selbst in Aktion, den Ausstellungsraum und die Besucher, die auf den Miniaturraum zu kommen. So hat er immer im Blick, ob er sich selbst richtig im Raum positioniert und wo sich die Besucher befinden. Die Besucher sehen diese Hilfsgeräte nicht, sondern einfach den Schauspieler als virtuelle Figur am realen kleinen Schreibtisch sitzen, telefonieren, recherchieren und auf sie zukommen. Und das Beste daran: Sie können sich mit ihm uneingeschränkt unterhalten, nichts ist vorgegeben.
Ausstellung
Gerücht
Sonderausstellung im Museum für Kommunikation BernAusstellungsdauer
16.10.2009 – 04.07.2010Kunde
Museum für Kommunikation BernLeistungen iart
Planung von MedieninstallationenPartner
Holzer Kobler Architekturen GmbH, Ausstellungsgestaltung
tegoro solutions ag, Realisierung und AufbauProjektdauer
August – Oktober 2009

Pepper’s Ghost im Gespräch

“Wir haben noch zehn Minuten, das Museum schliesst erst um fünf.”

“Er ist ganz weit gesprungen, schau…so.”

